Search
  • Jörg Luyken

5 Dinge, die mich an Dudelsack-Spielen in Deutschland überraschten

Updated: Sep 28



1. Es gibt sehr viele Bands

Bevor ich nach Deutschland kam, wusste ich aus Erzählungen, dass es eine kleine aber leidenschaftliche Dudelsack-Szene hier gibt. ich war aber tatsächlich erstaunt, wie viele Pipe-Bands es hier gibt. Bei den Highland Games in Peine in 2019 ab es 30 Bands, die in verschiedenen Disziplinen konkurrierten.


2. Nicht nur Bands, Wettbewerbe dazu


Dudelsack-Spielen in Deutschland ist noch dazu eine ernsthafte Angelegenheit. Die Spieler hier üben nicht nur viel, sie treten auch gerne vor Judges aus Schottland auf, um ihre Talent zu zeigen.


Alleine in Norddeutschland gibt es drei große Wettbewerbe: ein Solo-Wettbewerb in Bremen in Januar, ein Highland Games mit Band- und Solo-Events in Niedersachsen in Mai und ein Band Competition in der Nähe von Leipzig im Herbst.


3. Der Standard ist relativ hoch


Bei the Highland Games in Peine in 2019 gab es eine volle Programm, mit Solo-Spieler von Grade 5 bis 1 (also von Anfänger bis zum Top-Spieler). An dem Sonntag habe ich die Spieler bei Grad 2 zugeschaut und war von ihrem Fingerkunst beeindruckt.


Ist stimmt zwar, dass die Top-Spieler aus Schottland und Irland nie hier mitspielen, das heißt aber bei weitem nicht, dass man den ganzen Tag nur Dutzende Versionen von Terribus oder High Road to Gairloch zuhören muss.


4. Der Dudelsack ist Teil einer größeren Faszination mit Schottland


Bei Peine gab es nicht nur Dudelsackspieler. Mit dabei waren Leute, die sich wie wilde Clan-Mitlieder aus dem Mittelalter verkleidet hatten und viele die sich für die zeitgenössische (und nicht unbedingt günstige) schottische Tracht begeistern.


In einem Gespräch hat ein Mann mir gefragt was für ein Tartan ich trage. Da es mein Band-Kilt war musste ich zugegeben, dass ich die Antwort nicht wusste. Ein andere Deutsche in der Nähe kam aber zu meine Rettung: "das da ist ein Stewart Tartan," bestätigte er.


5. Man hört Dudelsackmusik viele öfter als erwartet


Ich lebte erst ein paar Wochen in Berlin, als ich zum ersten Mal komplett gegen meine Erwartungen Dudelsackmusik belauschte. Ich saß in einem Büro in Berlin-Mitte als die vertraute Melodie von Scotland the Brave durch das Fenster zog. Unten auf der Straße marschierte ein Dudelsackspieler in voller Tracht mit einer Gruppe von 20 Kindern hinter ihm.


Seitdem habe ich Dudelsack auf dem Alexanderplatz in tiefsten Winter gehört und bin neulich auf dem Tempelhofer Feld an einem ganzen Band vorbeigefahren.

25 views0 comments

Recent Posts

See All